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Beratungsbrief Nr. 8
Der BankStrategieBerater - Auf Augenhöhe mit der Bank |
Ausgabe 8 von 12 |
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Sehr geehrte Frau Kreh,
Licht ins Dunkle bringen
Man tut sich ja manchmal recht schwer, wenn es darum geht, den Finanzexperten bei ihren Ausführungen zu folgen. Da schleichen sich doch immer wieder ziemlich viele „neudeutsche“ Begriffe ein. Der Cashflow ist ein Paradebeispiel dafür. Und der steht inhaltlich im Zentrum dieses Beratungsbriefes.
Der Bankberater Saldo Dispo hat so seine ganz eigenen Probleme mit der begrifflichen Annäherung daran: In seiner Glosse befindet sich trotzdem alles im Fluss, denn Missverständnisse will Saldo erst gar nicht aufkommen lassen.
Und falls nach Saldos Auftakt noch Fragen offen bleiben sollten, sorgt der anschließende Hintergrundartikel für Antworten: Was hat man unter dem Cashflow zu verstehen und welche Rolle spielt er bei der Kreditvergabe zum Beispiel.
Der Impulsbeitrag am Ende zeigt kurz und knapp, wie man den Casflow berechnet.
Viel Spaß beim Lesen!
Willi Kreh
Der BankStrategieBerater |
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Lesen Sie in dieser Ausgabe:
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Alles fließt, drum fließe ich mit
Gestatten? Saldo Dispo. Ich bin Spaßversteher. Deshalb arbeite ich auch in der Bank. Den größten Spaß hat man dort übrigens, wenn man flüssig ist.
Eigentlich ist ja alles im Leben ein permanentes Kommen und Gehen: Irgendwie befindet man sich ständig im Fluss, ist mal hier und mal dort. „panta rhei“ – sagt der griechisch Vorbelastete da. Aber mit den Griechen haben wir in diesen Tagen ja sowieso unsere liebe Mühe und Not. Wenn man nur daran denkt, wie viele schöne Euros sich da schon in nichts aufgelöst haben.
Die lieben „Euronen“ sind aber eben nun mal das alles Entscheidende in der Bank. Denn ohne die läuft einfach nichts, und laufen muss es schließlich. Nichts darf stillstehen, denn Stillstand ist Rückschritt – und zwar ein gewaltiger. Ein negativer Fluss sozusagen. Und das heißt in der Bank voller Alarm. Denn da könnte irgendwer mal wieder unkontrolliert Geld verbrennen.
Vielleicht kommt es mir auch deshalb immer wieder so vor, als wäre es das Beste, wenn man einfach mal den Aggregatszustand ändern könnte. Sich zu verflüssigen, klingt in der Bank nämlich gar nicht so schlecht.
Nein, damit meinen wir nicht, dass man sich einfach mal so aus dem Staub machen soll, sondern es geht vielmehr darum, die richtige Reiseroute für sein Geld zu finden. Der Fluss muss stimmen. Denn wenn ein Euro sich aufmacht, um die Welt zu erkunden, ist das gut. Besser ist aber, wenn man ihn wiedersieht. Und am allerschönsten ist es dann, wenn er noch ein paar Freunde mitbringt.
Wir Banker sprechen da immer wieder vom Cashflow. Das hört sich ja irgendwie viel schicker an. Und vor allem erzeugt es keine Nachfragen. So ein „neudeutscher“ Begriff, der klingt vor allem kompetent. Die meisten wagen da gar nicht nachzufragen, worum es dabei geht.
Egal ob rechts oder linksherum: Entscheidend ist, dass der Strom am Ende zu einem selbst fließt. Aber von den Strompreisen fange ich jetzt nicht auch noch an. Das ist nun wirklich ein ganz anderes Thema!
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Der Cashflow bringt die finanzielle Leistungsfähigkeit auf den Punkt
Wie gesund ist das eigene Unternehmen? Ein maßgeblicher Indikator dafür ist der Cashflow. Was sagt der jedoch genau aus? Und welche Rolle spielt er bei der Kreditvergabe?
Zugegeben: Cashflow klingt beim ersten Hinhören etwas missverständlich. Zumindest dann, wenn man versucht, ihn einfach so eins zu eins ins Deutsche zu übertragen. Der Begriff scheint nämlich nahezulegen, es ginge dabei um fließendes Kapital und das trifft es nur teilweise.
Es zählt vor allem, was am Ende übrig bleibt. Oder anders formuliert: Wie viel Geld landet durch die Geschäftstätigkeit über eine bestimmte Zeitspanne in der eigenen Kasse? So betrachtet verbirgt sich hinter dem Cashflow nichts anderes als der Kassenzufluss.
Aber damit wird auch deutlich, warum man dem Cashflow in Fachkreisen so viel Bedeutung beimisst. Denn er drückt in ziemlich präziser Weise aus, wie es um den finanziellen Erfolg einer Unternehmung bestellt ist.
Gut, könnte man meinen, aber dafür kann man doch auch einen Blick in die Bilanz eines Unternehmens werfen. Denn die macht man ja schließlich auch nicht zum Spaß. Allerdings verdeckt die klassische Bilanz eben so manches. Denn sie enthält natürlich auch sämtliche Abschreibungen und Rückstellungen. Natürlich sind das elementare Bestandteile für eine Bilanz, jedoch wirken sie sich nicht auf den Zahlungsfluss aus und „trüben“ damit das Bild. Und genau das kann man buchhalterisch mit der Ermittlung des Cashflows „bereinigen“.
Auf den Punkt gebracht, ist der Cashflow vor allem ein wesentlicher Indikator für die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Und genau darauf achtet der Banker natürlich, wenn es um die Bewilligung und die Konditionen eines Kredites geht. Schließlich erhält er damit einen belastbaren Aufschluss darüber, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kreditnehmer einen Kredit wieder zurückzahlen wird.
Aufgrund dessen ist der Cashflow eine Größe, mit der sich der Unternehmer immer wieder auseinander setzen sollte. Zwar hat er bei seiner Ermittlung natürlich keine „kreativen Spielräume“, aber er kann und muss sie zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen nehmen. Schließlich erfährt er damit, in welcher finanziellen Position er sich befindet und kann auf dieser Basis über etwaige Veränderungen nachdenken. Mit dem vorhandenen Zahlenmaterial erhält er dabei sofort Aufschlüsse darüber, wo es sich lohnt anzusetzen, um die eigene Leistungskraft zu verbessern. Aber natürlich erfährt er damit auch, ob er richtig gut gewirtschaftet hat. Und eben diese Aufschlüsse sollte man heranziehen, wenn man sich Gedanken darüber macht, wie man derlei Entwicklungen festigen oder ausbauen kann.
Auf den Punkt gebracht: So ermittelt man den Cashflow
Den Cashflow kann man auf zwei Arten ermitteln
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Direkte Cashflow-Ermittlung: Dabei addiert man zunächst alle zahlungswirksamen Erträge zusammen und zieht dann alle zahlungswirksamen Aufwendungen davon ab.
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Indirekte Cashflow Methode: Dabei geht man vom Gewinn vor Steuern aus. Dazu addiert man die Aufwendungen ohne Zahlungswirkung. Von der so ermittelten Summe subtrahiert man dann die Einnahmen neutralen Erträge. |
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Vereinfachte Formel für die indirekte Methode:
Gewinn vor Steuern
+ Abschreibungen
= Cashflow |
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Kontakt
Willi Kreh Steuerberater und BankStrategieBerater ...für Unternehmer, die noch selbst zur Bank gehen
in Hessen:
Dieselstraße 12
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Tel.: 06003 91420 |
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